Zeinissee 2008

Das Wochenende vom 14.6.-15.6.08 verbrachte ich mit Frau und Tochter in Österreich, genauer gesagt auf dem Zeinisjoch.
Von der Schweiz aus innert drei Stunden zu erreichen via Feldkirch, Bludenz über die Silvretta Hochalpenstrasse. Nach der Passhöhe folgt man dem Wegweiser Richtung Kopsstausee. Der Zeinissee liegt direkt vor dem Kopssee und ist dessen grösster Zufluss.
Der Zeinissee ist etwa 700 Meter lang und bis zu 150 Meter breit. Auf über 1800 M.ü.M. gelegen ein typischer Bergsee. Je nach Wetterlage ist er zeitweise vom Gletscherwasser etwas milchig, so auch an diesem, unserem Wochenende.
Überhaupt, das Wetter war nicht so toll, kaum Sonne und zwischen durch leichter Nieselregen war uns beschieden. Die kühlen Temperaturen am Samstag behagten vor allem meiner Tochter nicht.

Für Familie Lorenz die den Gasthof betreibt und den Zeinissee bewirtschaftet, hat die Sommersaison erst am diesem Wochenende begonnen. Entsprechend wenige Gäste wohnten im Hotel, wovon wir die einzigen Fischer waren.

Wir konnten uns die Angelplätze folglich aussuchen. Als erstes probierten wir es direkt neben dem Gasthof bei einem Bacheinlauf. Ich muss vielleicht noch erwähnen das meine Frau eigentlich nur Angelt "wenn man auch etwas fängt" und auch dann eher mir zuliebe.
Sie hat sich für Spirolino mit Fliege, ich für Spinnrute mit Wobbler entschieden.
Den ersten Biss bekam, wie könnte es anders sein, meine Frau. Ein schöner Bachsaibling von vielleicht 29-30cm. Schon bald konnte ich mit einem Lucky Craft einen noch ganz leicht grösseren Saibling fangen. Was ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste, es sollte der einzige bleiben mit Wobbler.
Ich habe im Laufe des Nachmittags noch einige andere Plätze dem See entlang ausprobiert, leider erfolglos.
Meine Frau ist stur am Bacheinlauf geblieben und hat nach etwa 3 Stunden das Limit von vier Fischen erreicht. Ich habe anschliessend mit Ihrer Spirolino-Montage ebenfalls noch einen Fang gemacht.
Wir haben zusammen am ersten Tag sechs massige Fische gefangen, alles schöne Saiblinge. Für die ebenfalls im See befindlichen Bach- und Regenbogenforellen war das Wasser wohl noch etwas zu kalt.

Anschliessend liessen wir uns von der sehr guten Küche im Zeinisjoch mit einem fünf Gang Menü verwöhnen und genossen die entspannende Ruhe einer Nacht in den Bergen.

Blick aus unserem Zimmer.

Am Sonntag war es eher etwas wärmer und wir gingen voller Elan nochmals ans Wasser.
Ich konnte meine Frau überreden mit mir einige Plätze etwas vom Gasthof entfernt zu befischen. Diverse Wobbler aus meiner Kiste habe ich durch probiert, allein der Erfolg blieb aus. Anders bei meiner Frau sie landete einen knapp Massigen.
Bis 11 Uhr konnten wir keine weiteren Bisse verzeichnen und so wechselte meine Frau wieder an "ihren Bacheinlauf". Nach zwei weiteren Stunden hatte Sie ihre vier Saiblinge erneut zusammen und ist mit Tochter ins Restaurant an die Wärme ab gezogen.
Ich habe mir dann Ihre Rute geschnappt und es auch mit der Fliege versucht, nach drei zu kleinen dann mein erster Massiger an diesem Tag. Ein schöner Saibling von 31 cm, dunkel grau mit rot orange gefärbtem Bauch. Es folgte noch ein weiterer bevor ich dann ebenfalls das Restaurant aufsuchte und wir anschliessend die dreistündige Rückfahrt in Angriff nahmen.

Noch einige Angaben zur Fischerei:
Angelkarten : nur für Gäste vom Alpgasthof Zeinisjoch
Schonmass : 25 cm
Tageslimit : 4 Fische
Köder : erlaubt sind alle künstlichen Köder und ausschliesslich mit Schonhaken
Weitere Infos unter : www.zeinisjoch.com