Angelausflug in Pattaya, Thailand 2008

2 Tage vorher organisierten wir telefonisch den Turn.
Pünktlich um 8 Uhr holte uns ein Taxi beim Hotel ab und wir fuhren etwa 30 Kilometer südlich nach Bang Sare.
Am Fischerhafen angekommen wartete unser Dieselkutter, respektive dessen Kapitän mit Gehilfen, bereits auf uns.

Auf dem Weg zum Angelplatz hatte ich genügend Zeit das Boot zu inspizieren.
Im grossen Fischkasten befanden sich ausreichend Tintenfische, Eis war auch in reichlichen Mengen vorhanden und wie bestellt waren 3 Ruten an Bord.
Meine Frau interessierte sich eher für ein schattiges Plätzchen und ob, wie vereinbart das Essen an Bord war. Auch sie konnte zufrieden sein.
Meine Tochter wollte alles ganz genau anschauen und flitzte auf dem ganzen Boot herum.
Nach knapp 40 Minuten stoppte der Kapitän das Boot und ankerte in ruhigem Wasser. Keine 50 Meter vor uns kreuzte eine Meeresströmung, einem Fluss gleich.

Genau dieser Übergang von Stillwasser zur Strömung war unser Ziel.
Die Haken wurden je mit 1 - 2 Tintenfischen beködert und ausgelassen. Nach gut 10 Meter wurde mittels Gummiband ein Blei an der Schnur befestigt. Es wurde nochmals etwas Schnur gegeben und schon konnte das Warten beginnen.
Wobei das Warten eigentlich keines war, denn kaum 2 Minuten waren vergangen als die erste Bremse zu knarren begann.
Rute aus der Halterung nehmen und Anschlag, der Haken sass. Am 30 lbs Gerät war es kein riesiger Kampf aber die Salzwasserfische erstaunen mich doch immer wieder mit ihrer, im Vergleich zum Gewicht, grossen Kraft.
Pompano nannte der einheimische Fischer den Fang, so um 1.5 Kg hat er gewogen.
Von der Aussage des Fischers, dass diese Fische gut zum essen seien, war meine bessere Hälfte neugierig geworden und wollte den nächsten selber drillen. Der lies auch nicht lange auf sich warten. Wieder ein Pompano.
Mit seinen dunklen Kreisen ein hübscher Fisch.
Nach 3 weiteren Fängen derselben Gewichtskategorie liest die besagte Strömung nach und damit auch die Bisse.

Ein kleiner Rochen meldete sich gegen Mittag. Es war sein Pech, dass Rochen in der Suppe gut schmecken sollen. Der Kapitän bestand darauf, dass er in die Fischkiste kommt.

Nach dem Essen kam etwas Wind auf und das Wasser geriet wieder in Bewegung prompt meldete sich auch die erste Bremse wieder zu Wort.
Diesmal war es ein etwa 2 Kg. schwerer Fisch den ich im Meer noch nie gesehen hatte, er glich entfernt einem Alet. Im Vergleich zu den Pompanos war er etwas stärker und kämpfte ausdauernder.
Zur Freude der Crew folgten nochmals zwei, dieser angeblich hervorragenden Speisefische.

So gegen 15 Uhr verbeugte sich die mittlere Rute bedenklich. Das musste etwas Grösseres sein.
Immer wieder vermochte der Fisch Schnur abzuziehen, die ich dann mühsam wieder auf spulen konnte. Aber genau dafür angelt man ja schliesslich. Nach etwa 10 Minuten konnte ich zum ersten mal sehen, dass es sich um einen Stachelrochen handelte.
Noch zweimal vermochte er abzutauchen bevor seine Kräfte erschöpf waren, meine übrigens auch. Der Rochen war kein Riese aber mit Hilfe der Strömung ein kräftiger Gegner.
Auch hier sei wieder der Hinweis von weiter oben, auf die Suppe gegeben.

Wir beschlossen daraufhin den Angeltag abzuschliessen, da meine Frau leicht unter Seekrankheit litt.

Wir konnten zwar keine grossen Fische fangen, im Gegensatz zu den sonst von mir bevorzugten Schlepptouren war es jedoch ein abwechslungsreicher Angeltag mit Familie.