Nach einer neun stündigen Autofahrt erreichen wir gegen 16 Uhr die Pension Wutte in St.Primus.
Das Zimmer war schnell bezogen, als erstes wollte meine Tochter den Kinderspielplatz erkunden. Mit einem kühlen Bier im Garten und dem anschliessenden Nachtessen schlossen wir den Tag relativ früh ab.
Am nächsten Tag planten wir den 17 Km entfernten Freibachstausse zu besuchen. Hr. Wutte gab uns die nötigen Informationen und eine Karte damit wir den See problemlos finden konnten.
Bei schönem Wetter parkierten wird gegen 10 Uhr beim Restaurant Stausee, wo wir auch die Karten (28 Euro) und den Schlüssel für das Boot der Pension Wutte bekamen. Leider erfuhren wir auch, dass genau ab dem heutigen Tag die Bachforellen geschont waren.
Das Wasser war, genau wie vorab im Internet gesehen leicht grün und schnapsklar. Eingebettet in eine bergige Landschaft, die Ufer praktisch vollständig bewaldet bietet der Freibachsee einen wahrlich idyllischen Anblick.
Als erstes schleppten wir vom Einlauf her mit kleinen Schwimmwobblern einmal bis zur Staumauer hinunter, was ungefähr 30-40 Minuten dauerte. Leider erfolglos. Wir haben daraufhin unsere Spinnruten bereit gemacht und uns vom Wind wieder den See hinauf treiben lassen. Meine Frau versuchte es mit einem silbrigen Spinner, ich mit einem schwarz-silbrigen Wobbler.
Plötzlich fuhr ein Schlag in meine Rute, ach wie ich dieses Gefühl liebe. An der leichten Spinnrute lieferte die Gegnerin einen spannenden Kampf. Eine makellose 39'er Regenbogenforelle zeigte sich kurz darauf. Meine Tochter war ganz aus dem Häuschen.
Am Einlauf angekommen entschieden wir uns nochmals gegen den Wind zur Staumauer zu schleppen. Diesmal haben wir die Wobbler kräftig vor bebleit.
Damit hat es dann auch geklappt, eine schöne Bachforelle und eine Seeforelle, leider deutlich unter dem Mindestmass von 50cm, waren der Lohn.
Als nächstes hatte meine Familie Hunger und wird legten am Restaurant eine Pause ein um den Jauseteller zu probieren. Erstaunt hat mich das neben uns lediglich zwei Uferanglern am Wasser waren.
Mit dem ganz neuen Holzboot konnte man problemlos auch längere Zeit schleppen, ohne ein Leistungssportler zu sein. Die nächste „Schleick-Tour“ brachte uns nochmals eine kleinere Seeforelle und eine 40'er Regenbogenforelle, dieser sah man an den angefressenen Brustflossen ihre Herkunft leider deutlich an.
Gegen drei Uhr hatten Frau und Tochter genug. Ich habe sie bei der Staumauer abgesetzt, wo sie den Pilzen nach steigen wollten.
Ich habe mit der Spinnrute nochmals mein Glück versucht, allerdings ohne Erfolg.
Zwei Stunden später habe ich Frau und Tochter wieder eingesammelt (sie hatten mehr Erfolg als ich) und wir fuhren zur Pension zurück.
Am nächsten Tag hatten wir den Kleinsee auf dem Programm. Die Karten und den Schlüssel fürs Boot gab es direkt bei Frau Wutte.
Knapp 2 Km von der Pension entfernt liegt der kleine See, vollständig umrundet von Schilf und Seerosen.
Meine Frau versuchte es mit Wobbler auf Hecht und ich hatte einen Popper dran für die Scharzbarsche die es im See haben soll. Leider lies sich weder der eine noch der andere auch nur blicken.
Wir versuchten es darauf hin mit Schleppen und hatten nach einigen Köderwechseln mit einem vor bebleiten Doppelspinner erfolg. Meine Frau konnte den etwa 60cm langen Hecht ans Boot drillen.
Kaum war er abgehackt begann es zu regnen. Meine Familie machte mir sofort klar, dass der Angeltag damit zu Ende war.
Der Regen hielt die ganze Nacht und auch den ganzen nächsten Tag an. Dies störte uns nicht weiter da wir eine Bekannte besuchten und eh kein fischen auf dem Programm stand.
Die restlichen Fischer in der Pension klagten jedoch über das Wetter da in den umliegenden Bächen und Flüssen kaum mehr an Angeln zu denken war.
Der nächste Tag brachte wieder Sonne was uns auf unserem Ausflug nach Ljubljana sehr entgegen kam. Wir verbrachten einen entspannten Tag mit der Besichtigung der historischen Altstadt.
Nach der Rückkehr begleitete ich meine Frau noch auf einem Spaziergang durch die umliegenden Wälder, natürlich war der Pilzkorb dabei und auch rasch einmal gefüllt. Eine schöne Auslage an Steinpilzen, Eierschwämmchen und Totentrompeten war rasch gefunden
Am letzten Tag unserer Ferien wollte ich nochmals den Freibachstausee besuchen. Meiner Frau ging es am Morgen leider schlecht, was nichts mit den Pilzen zu tun hatte, eher mit dem Wein vom Vorabend.
So startete ich alleine. Der See war diesmal ganz leicht eingetrübt von den voran gegangenen Regenfällen.
Als erstes wollte ich wieder in Richtung Staumauer schleppen. Wollte, denn ich hatte kaum raus gelassen als bereits die Rute nach hinten schlug. Eine wunderschöne Bachforelle hatte sich den Wobbler einverleiben wollen.
Bereits am ersten Tag hatte sich ein kleiner schwarz-silbriger Suspender von Storm als sehr fängig erwiesen und wie es aussah passen er auch heute.
Es waren diesmal noch drei andere Boote unterwegs alle mit Fliegenfischern besetzt.
Etwa in der Mitte des Sees stieg die erste Regenbogenforelle ein, wieder auf vor bebleiten (60-100g) Wobbler.
Fast bei der Staumauer habe ich es dann mit der Spinnrute versucht. Nach einigen Würfen sah ich einen grösseren Schatten welcher den Wobbler verfolgte, leider bereits recht nahe beim Boot, die Fario wendete sich plötzlich erschreckt ab und verschwand. Nächster Wurf an dieselbe stelle und keine zwei Umdrehungen später war der Biss da. Ein Toller Kampf, die Bachforelle dürfte um 45 cm herum gemessen haben und schwimmt dank der Schonzeit weiter.
Gegen 12 Uhr war ich wieder alleine auf dem See, die Fliegenfischer waren soweit ich gesehen habe, erfolglos geblieben.
In der Folge konnte ich nochmals zwei Bachforellen beim Einlauf fangen und drei weitere „Regenbögler“ beim Schleppen.
Um 16 Uhr fuhr ich mit den 3 erlaubten Regenbogenforellen zurück in die Pension wo es meiner Frau unter zwischen wieder besser ging.
Der Freitag brach früh an und bescherte uns gut 7 ½ Stunden Autofahrt zurück in die Schweiz.
Ein schöner Urlaub mit Familie war zu Ende.